Phongsali
Die schreckliche Nachtfahrt im Minivan, meist auf unbefestigten Straßen, mit kotzend-betrunken-weinenden Mitfahrern, Serpentinen hinauf- und Serpentinen herunter rasend - wird besser direkt aus dem Gedächtnis gestrichen.
Wir steigen weit oben in den Bergen in eine grüne, morgenklamme und wolkentiefbehangene Landschaft aus. Das Bergdorf Phongsali präsentiert sich noch leicht verschlafen in Stein und Regenmantel.
Fö-Nudelsuppe zum Frühstück. Chinesische Schriftzeichen und quietschig golden grinsende Wackeldackel-Katze: der Einfluss der Volksrepublik China macht sich bemerkbar.
Die Abgeschiedenheit (nicht nur auf der Landkarte) lädt zum Genießen ein. Und die ewig weiten umliegenden grünen Berge rufen uns...
Dreitagestrek durch Laos Bergstämme
Pause! Auf Bananenblättern wird das Essen ausgebreitet, sticky rice, chicken, corcumber und lokales Gemüse. Es schmeckt vorzüglich.
Doch die Natur hat ihren eigenen Willen und lässt uns nass dastehen. Nun riecht der Dschungel nach Nässe, die Pflanzen leuchten und der Boden ist durchweicht.
Weiter geht's, als die Sonne die Wolken vertreibt. Die Luftfeuchtigkeit steigt und der Anstieg auch. Es wird anstrengender. Zusätzlich versuchen kleine Blutegel uns zu ärgern.
Sauber und erfrischt gibt es Abendessen, wieder sticky rice und Gemüse, als Besonderheit kommt Aal auf den Tisch. Lao Lao, der selbstgebrannte Reiswhisky, gehört zum Guten Ton.
Geweckt vom Krähen des Hahns und dem Aufstehen der Dorfbewohner, die sich auf dem Weg zur Arbeit machen, stärken wir uns abermals mit sticky rice und laufen los, um neue Dschungelwege zu durchdringen...
Bootsfahrt auf dem Nam Ou
Die teils schroff zum Fluss abfallenden Karstformationen und die tief hängenden Wolkenstreifen lassen die Flussfahrt wie zu einer Filmszene werden: Hubschrauberflug entlang des Flusslaufs. Weitwinkelkamera schwenkt über die Felsschluchten suchend auf das schmale Boot.
Nahaufnahme: Spritzwasser und Sonnenspiegelungen im braunblauen Nass.
Eine Fahrt durch Traum und Wirklichkeit.
Die Tagarins - Anael, Fabian, Malwenn, Veronique & Arnaud
Schon am Busbahnhof in Luang Prabang treffen wir auf die sympathische Familie aus dem Nordwesten Frankreichs. Die Weltreisenden werden über die nächsten Tage unsere Mitreisenden und wir haben viel Zeit und Spaß uns auf Englisch, Französisch und Deutsch auszutauschen. Wir genießen das Reisen und die Abwechslung in der Gruppe und der Abschied am Ende der Bootsfahrt fällt herzlich aus.
Muäng Kabueja!
Ein Teil der Fotos in diesem Blogbeitrag sind von der französischen Familie. Vielen Dank.
Link zu deren Blog: Tagarins voyafeurs
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